Ich wollte ein Projekt mit einer Freundin zusammen durchziehen. Sie würde mich, so die Annahme, recht gut in ein paar Themen ergänzen, in denen ich nicht … hm, „massiv glänze“.
Gestern diskutieren wir ein bissl. Sie sagt, sie hätte „voll Lust“ – „aber“.
Also im Sinne von „… aber ich habe nur x Zeit“, „… aber ich müsste dannunddann arbeiten“.
Ich reagiere allergisch auf „aber“. Meistens – so meine Erfahrung – steckt da ein kleiner Zweifel dahinter. Ich war mir also unsicher, ob sie wirklich möchte, oder eigentlich … nicht.
Ich habe also versucht, das irgendwie herauszufinden: „Für mich erst mal kein Thema, wir werden uns da garantiert einig – unter dieser Annahme: Ja oder nein?“ – „Ja, … aber …“.
Ich habe dann eine alternative Formulierung angeboten, ohne mein Lieblingswort. „Nichts anderes meinte ich“. Super 🙂 ! Ich freue mich und nehme das so hin.
Heute sagt sie ab, mit der Begründung, sie wolle nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, und das wäre ihr zu anstrengend, und würde der Freundschaft nicht guttun.
Und ich bin – ratlos. Und nicht wenig erschüttert. Wir kennen uns schon ziemlich lange. Und das hätte ich nicht erwartet. Im Gegenteil, das stand sogar schon länger im Raum, im allgemeinen und spezifisch dafür.