Jahresrückblick 2013

Dec 26, 2013 13:51 · 413 words · 2 minute read das nervt das rockt dldfutds leben

Fast ein halbes Jahr ohne einen Blog-Eintrag. Das sagt mir persönlich zwei Dinge:

Erstens. Mein Leben ist zu langweilig - es passiert zu wenig mitteilenswertes (außer den normalen Alltagsquerelen). Nomen est omen, unglücklicherweise. Wie ich woanders schon mal schrieb (schreiben wollte?) war das ja anders geplant, sozusagen eine Art 1984er-Neusprech-Ironie, also Nomen ganz und gar nicht est omen. Hat bisher wohl nicht so unglaublich gut funktioniert.

Zweitens. Ich tue zu wenig. Schuld sind nämlich nicht immer nur die anderen, sondern primär mal - ich. Und wenn ich nix zum schreiben habe, dann sollte ich nicht darüber motzen, sondern rausgehen und meine Lebenszeit nutzen.

Oh wie filosophisch.

Egal, es ist bzw. war Weihnachten (was auch immer das heißen mag), und ich könnte mal ein kleines Fazit ziehen über das Jahr.

Es war (Gruß an Douglas Adams): “größtenteils gut”.

Im einzelnen heißt das: Ich fliege natürlich noch nicht. Das ist als DICKER D_I_C_K_E_R nochdickerer Minuspunkt zu verbuchen. Auf der anderen Seite verdiene ich gut, und nach dem Debakel mit diesem lustigen Auftraggeber in der großen mittelfränkischen Stadt ist die DVAG ein fantastischer Projektpartner. Gute Leute, gute Atmosphäre, gute Arbeit, gute Bezahlung. Es macht unter dem Strich echt Spaß.

Das wäre auch der größte Pluspunkt des Jahres. Der Wechsel vom Haus-das-Verrückte-macht nach Frankfurt, beruflicherweise. Ein Astrologe sagte mal über mich: Diese Jahre sind da zum “Schwung holen”. So wie beim Skispringen: Erst mal schnell und krass nach unten, um dann … zu fliegen. Ich mag das Bild.

Scheiß Fliegerei.

Insgesamt stehe da also ich, 35 Jahr’ und Elektroingenieur, und schwebe. Ich arbeite also an zwei Karrieren parallel, was nervt, aber notwendig ist. Denn ich habe weder Vertrauen in meine mäßig vorhandenen Vorsorgeverträge, noch in die Versprechen dass wir keine Banken/Währungen/Energiewenden/Drohnen/Kriege/Endlager/whatfuckingeverelse mehr finanzieren müssen, daher muss irgendwas her dass mich finanziell versorgt wenn ich mal keine Lust mehr habe oder endlich family habe.

Ach ja, family. So langsam könnte das mal kommen, allerdings will ich erst beruflich was aufbauen (was ich noch nicht habe), DANN wird das gestartet. Keine Sekunde früher. Wird auch langsam mal Zeit.

So, das war jetzt etwas fischiger - also filoso-fischiger - als erwartet, daher höre ich mal auf und schreibe wohl dieses Jahr noch (hoffentlich ;)) einen etwas konkreteren Post. Dabei höre ich dann Punk und nicht Angels and Airwaves, dann kommt vermutlich auch was praktischeres bei raus. Musik mach mit mir immer was sie will.

Guter Vorsatz für nächstes Jahr, jetzt schon: Mehr bloggen. (Also auch: Mehr tun für blogwürdige Erfahrungen!)