Deutsche Post & RMV

Jan 3, 2013 17:16 · 219 words · 2 minute read das nervt digital

Was vereint die Deutsche Post und den RMV? Die komplette, totale, absolute Unfähigkeit, kundengerechte Online-Produkte zu entwerfen.

Fangen wir mit der Post an. Es gibt ein Produkt, das heißt SMS-Briefmarke. Schick eine SMS mit “Brief” an die 22122, und du bekommst eine SMS mit einer Nummer zurück. Diese Nummer auf dem Brief ersetzt die Briefmarke. Tolle Idee. Geht man auf die Produktseite der Post findet man u.a. die Rubriken “Vorteile” und “Auszeichnungen”. Bei “Vorteile” musste ich spontan an Orwell’s “Ministerium der Liebe” denken. Denn hier steht allen Ernstes: Kosten: 98 ct für einen Brief. Macht 40 ct oder 69% Gebühren. (Würde mich interessieren von wem und nach welchen Kriterien dieser “Innovationspreis” vergeben wird, btw).

Heute fiel mir das gleiche Produkt des RMV auf. Eine iOS-App, die an Hässlichkeit kaum zu überbieten ist, bietet den Kunden die Möglichkeit, über das Handy eine Fahrkarte zu erwerben. Alles gut, bis auf die Tatsache, dass ich für eine 1,80€-Karte dann 2,16€ zahlen soll - 36ct Gebühren, oder 20%.

Beiden Unternehmen würden ein paar neue Entscheider im Online-Bereich sehr gut tun. Oder hier sind interne politische Gründe am Werk, dann würden beiden Unternehmen ein paar neue Entscheider generell gut tun. Vielleicht sollte es jemand sein, der ab und zu mal eine Briefmarke kauft oder ein ÖPNV-Ticket, und nicht nur Sekretärin und S-Klasse Dienstwagen nutzt.