Trail of Shit

Feb 3, 2012 17:33 · 760 words · 4 minute read das nervt digital freunde unterwegs

Berlin-Trip für Treffen mit Matthias und Susi und Abends Henry Rollins. Plan: Dienstag morgens hin, Mittwoch zurück. Es fängt gut an: Ohne Kopfhörer, die kamen zu langsam. Toll. Ankunft am Bahnhof. Check: ICE von DA nach FFM mit 10 min Verspätung. In Frankfurt hätte ich 10 min Aufenthalt - so there goes my Anschluss. Die Gelegenheit bietet sich mit einem pünktlichen IC 5 min früher. Ich ergreife sie und freue mich. Die Freude hält bis Langen, wo der IC dank einer Signalstörung 30 min anhält. There goes my Anschluss.

Berlin ist scheißkalt. Susi ist schon da, Matthias will nachkommen. Ein wärmeres Paar Schuhe hatte ich dabei - aber keine Mütze. Erst mal kaufen. Einlass für Henry ist um 19:00h, also verabrede ich mich zum Essen mit Susi+Freundin um 18:00h. Dort erfahren wir, dass wir noch ca. 35 min zur Location brauchen. So viel zum Thema essen. Also hingefahren, und dort gegenüber noch schnell bei einem - sehr guten - Thailänder was gefuttert.

Matthias bekam inzwischen Probleme mit seinem Auto. Daher nahm er ein paar Züge später als geplant. Oder wollte, denn den letzten passenden verpasste er um ca. 10 Sekunden, also nahm er den ersten unpassenden. Kam dann pünktlich 19:30h zu Henry. Nicht weiter schlimm, hätte er nicht auch noch die Eintrittskarten. Glücklicherweise hatten wir aber trotzdem noch gute Plätze.

Nächster Tag. Will Pavel besuchen und Frau und Kind kennenlernen. Fahre geleitet von der Berlin Verkehrsinfo App mit S- und U-Bahn, interpretiere allerdings die Darstellung falsch. Fällt mir genau eine Haltestelle zu spät auf. Brauche also statt 30 min knapp eine Stunde - länger. Dafür war es supernett mit ihm, Frau und Tochter sind echt super.

Ab in den Zug back home. ICE Sprinter, 4:30h Fahrtdauer. 5 km vor Göttingen macht der Zug eine Vollbremsung. Fährt wieder an. Dann noch eine, etwas später. Fährt wieder an, dann … und so weiter. Ende vom Lied: Signalstörung, der Zug macht jedesmal genau bei 160km/h selbstständig eine Vollbremsung. Verschiedene Diagnose- und Fehlerbehebungsversuche später steigen wir mit Hilfe von Notstegen in einen nachfolgenden und direkt neben uns haltenden ICE um. Titanic-like - zwei Stege für die zwei Wagen der ersten Klasse, ein Steg für alle Wagen der zweiten. Dann setzt sich eine Frau mit Hund in einer Box mir gegenüber. Der Hund stinkt. Ankunft in DA ein paar Stunden später als geplant. Dafür bekamen wir ein Wasser und ein Erstattungsformular.

Zu Hause angekommen stoße ich mir den Fuß an meinem Sessel. Sehr viel aua. Ich fluche so laut dass meine Mutter zwei Stockwerke über mir aufwacht und mich anruft ob alles in Ordnung sei. Außerdem geht das Internet nicht. Wir sollten ja Dienstag auf DSL 6000 geschaltet werden, offenbar hat die Telekom das auch vergeigt - wie bisher jede einzelne verdammte Aktion mit unserem Anschluss. Egal, erst mal schlafen.

Nächster Tag. Check: Internet geht immer noch nicht. Dafür tut Fuß weh. Erst mal Frühstück und Kaffee. Dabei Anruf bei der Telekom, Techniker muss zurückrufen. Der Kaffee schmeckt irgendwie nach Frischkäse. Check: Vollmilch abgelaufen 31.01.2012. Hm. Techniker ruft zurück. In genau dem Moment beschließe ich, den Tisch mit Kaffee zu fluten. Ich fluche und greife Cewa, der Techniker diagnostiziert. Die Fritz Box wechselt von DSL Störung zu DSL bereit (aber wieder DSL 3000). Kein Internet: PPPOE Fehler. Techniker sagt “Da muss ein Techniker vorbeikommen”, ich sage da käme schon einer am nächsten Tag. Techniker ist irritiert, weil er das im System nicht sieht. Kurze Diskussion, und danach will er mich Samstags zurückrufen ob die Störung vom schon geplant anrückenden aber ahnungslosten Techniker behoben wurde. Ahnungslos weil: Da der Techniker heute den Techniker morgen im System nicht sieht kann er diesen auch nicht vorwarnen. Ich sage danke (die Techniker sind immer sehr sehr nett), und putze Kaffee auf. Der lief in die Ritzen im Holztisch und ich kippe zwei Gläser Spüli und ein Glas Frischswasser nach um ihn wieder rauszubekommen.

Dann anziehen für TEDx Konferenz in OF. Duschen, anziehen. iPhone mit neuen Kopfhörern ausstatten. Duft. Habe Tester von Allure Homme zu Hause, nehmen wir das doch mal heute. Beim Sprühen … kommt irgendwie kaum was. Kurz irritiert, einmal auf Hand, fühle kaum was, rieche nicht viel mehr. Ergo: Kommt weniger, sprüh mehr. Leider war “kommt wenig” ein Trugschluss, also stinke ich vier Stunden lang wie ein Puff und finde mich selbst extrem aufdringlich. Lesson learned: Mit Kopfhörern lässt offenbar der Geruchssinn nach, und im Zweifelsfall einfach weniger.

TEDx war dafür ziemlich großartig, und jetzt hoffe ich einfach mal dass der Mist aufhört und die Telekom morgen mal was richtiges und erfreuliches tut. Hm.