60 für 30

Mar 14, 2011 17:25 · 420 words · 2 minute read frauen hmmm leben unterwegs

Spontan und überraschenderweise war ich gestern in einem FKK Sauna-Club in Frankfurt. Muss man ja mal gemacht haben, ne? Schließlich bin ich grade Single, und warum eigentlich nicht (jaja, vom Preis mal abgesehen). Von meiner Verwirrung und dem Loch im Geldbeutel, die dieser Besuch hinterlassen hat, bleibt ein klares (Un-)Fazit: Seltsam, seltsam.

Nun. Wie läuft das eigentlich so in solch einem Etablissement? Am Eingang wird man eingeweiht: Man zahlt den Eintritt, und kann dann das Angebot des Clubs nutzen. Das Angebot ist der Wellnes-Bereich, eine Bar mit kostenlosen Soft-Drinks, und “Zugriff” auf das weibliche Publikum. Die anwesenden Damen sind jedoch keine Club-Angestellten, sondern arbeiten auf eigene Rechnung, sind “selbständige Unternehmerinnen”. Und kommen aus Spanien, Rumänien, Polen, Italien, etc. - nur nicht aus good old Germany. Handtücher gibts für umme, Bademäntel 5 EUR Leihgebür.

Umziehen, Handtusch umschnallen (2x, ein vorüberhuschendes Mädel entfernte es recht schnell wieder … die Umkleiden sind sinnigerweise nicht getrennt 😉 ), und erst mal ein Bier zum beruhigen der Nerven, während dessen ich mich einiger sehr anhänglicher Mädels erwehren musste. Nach Bier und ein bissl Zeit fand ich (oder besser: fand mich) eine ziemlich sympathische welche, die auch aus unerklärlichen Gründen einen Narren an meiner Brust gefressen hatte. Und das war nicht mal gespielt, da wäre ich bereit zu wetten. Weiter mit Schmusen auf einer Couch. … Und nu? Wie mir erklärt wurde: “Halbe Stunde 50 Euro, blasen und ficken”. Aha. Aber ich bin doch so nervös. “Nicht sein nervös, komm mit, ich machen Rest” … (spanischer Akzent)

Na dann.

Wie sich herausstellte ist “Blasen” ohne Gummi, “Ficken” natürlich mit. Das ist schon sehr, sehr, sehr seltsam … die meisten Damen drücken einem nämlich Küsschen auf, und wenn gleichzeitig der dicke, alte Sack in der Ecke auf dem Sofa sitzt, dann denke ich … dass ich lieber nicht denken sollte. Man sieht wieder: Männer sind doch Meister im Unterdrücken. Oder zumindest ambitionierte Amateure 😉 . Das ganze Prozedere findet dann statt in einem der vielen Zimmer, alle ohne Schloss - aber mit kleinem “besetzt”-Leuchtchen außen dran. Oder einfach im “Kino”, dann halt mit jedem, der noch so dort ist. Hat auch was. Sollte (!) ich das noch einmal machen, dann würde ich das auch mal antesten.

Jedenfalls endete der Besuch damit, dass eine der Damen mir 60 Minuten zum halben Preis gab, und mich danach anflehte, doch wiederzukommen - ich müsse auch nichts bezahlen … (hier darf man sich jetzt eine total perplexe Ratlosigkeit meinerseits vorstellen).

Insgesamt allerdings eine nicht unangenehme Erfahrung. Wenn auch ohne Ende seltsam.