Vertrauen. Laser. Blind.

Nov 5, 2009 20:08 · 243 words · 2 minute read das rockt risiko

(‘nother lost image) Mein Tag als Blinder ist nun vorbei. Und blind sein ist echt scheiße. Es beginnt bei “Welche Farbe haben die Kaffeekapseln gerade?”, geht über “Aber hier ist doch keine Wand!?” und endet noch lange nicht bei der Tatsache, dass Fernsehen nicht ohne Grund sehen im Namen hat. Der Gang aufs Klo ist auch ungewohnt: Man macht das Gleiche wie schon tausende Male zuvor - rein, Tür zu, setzen –  nur ist die Kloschüssel doch irgendwie dann nicht ganz da, wo der Arsch gerade Platz nimmt. Und das Klo hat weniger als 2 Quadratmeter …

Und wer es bisher nicht erraten hat: Die Welt hat einen Brillenträger weniger. Mich. Dank Lasik.

Zu der OP: Vollkommen schmerzlos, aber sehr unangenehm: Tropfen in den Augen, Druck auf dem Augapfel, verbrannter Geruch, und man muss - der Natur der Sache nach - hinsehen. Die ganze Zeit. Aber es tut tatsächlich überhaupt nicht weh, und nach ein paar Stunden Sandkorn im Auge ist es nur noch ein wenig unangenehm. In etwa wie eine zu lange getragene Kontaktlinse, aber ohne die Trockenheit. Schwer zu beschreiben.

Ich kann allerdings auch sagen, je näher die OP kam, desto unsicherer wurde ich mir dessen. Und jetzt schaue ich schon panisch auf jede noch so kleine Schrift in jeder möglichen Entfernung - kannst du das lesen? Konntest du das vorher? Und mein Führungsauge hat gewechselt, und das ist erst ein bescheuertes Gefühl … .

Aber es ist trotzdem … geil.