Skiurlaub & Stasi

Jan 6, 2009 15:55 · 490 words · 3 minute read das rockt freunde idioten leben lustig sport unterwegs

(lost image) Ich bin zurück aus dem Skiurlaub in St. Englmar - vier Tage reines Vergnügen. Ich hatte ganz vergessen, wie genial skifahren ist. Herrlich. Wir hatten auch eine riesige Ferienwohnung, 75qm. Sehr geil. Die Pisten waren natürlich in diesem Winz-Gebiet nicht mit alpinen Verhältnissen zu vergleichen, aber auf zwei blauen, einer roten und einer kleinen schwarzen konnte ich mein ex-Können wieder ganz gut auffrischen.

(lost image) Und man lernt so eine ganze Menge in ein paar Tagen. Temperaturkurven durch Germknödel beispielsweise, und warum man besser doch sowohl Innen- als auch Außenhose der Skihose über den Skistiefel macht. Oder warum es vielleicht eine blöde Idee ist, seine Skischuhe nachts im Auto zu lassen. Und wie widerstandsfähig Schienbeine wirklich sind. Und warum Snowboards so populär wurden (wir waren uns einig: es liegt an den VIEL bequemeren Schuhen).

(lost image) Apropos Snowboard: Ich genehmigte mir eine 1h-Exkursion in die Künste des Schneebretts, nachdem Konny einfach nicht mehr konnte nach fast einem Tag hinfallen 🙂 . Ohne Lehrer, versteht sich. Daher wissen wir jetzt auch, dass das Fahren im Schlepplift mit einem Snowboard sehr schwierig ist. Weswegen ich nach drei erfolglosen Lift-Versuchen (einmal mit Liftstopp mir zu Ehren, wobei der Lift mir den Reißverschluss zerrisss) die Piste ganz einfach zu Fuß hochlief. Sehr anstrengend. Woraufhin ich feststellte, dass Snowboard-fahren wesentlich leichter ist, als angenommen, und ich bekam Lust auf einen Kurs das nächste mal. (Mit Lift-Einführung als erstem Punkt natürlich).

(lost image) Aber wie angedeutet gab es einen kleinen Haken: Die im Dorf ansässige Nachbarschafts-Stasi, mir zugänglich gemacht durch die Person meines Vermieters und seiner Frau.

Da wäre zum Einen der Stasi-Nachbar. Während dieser vor seinem Haus den Schnee fräste sah er mich mehrfach zu meinem Auto hin und zurück laufen. Offenbar aber hatte er diese Parkplätze für sich gepachtet (ob nun real oder nur in seinem Kopf sei dahingestellt), und ich stand also einem seiner Gäste im Wege. Aber anstatt mich direkt anzusprechen rief er lieber meine Stasi-Vermieter an, damit diese die unangenehme Aufgabe übernehmen mögen, mich über die herrschenden Stasi-Regeln aufzuklären.

(lost image) Diese wiederum befanden auch unsere Freunde für höchst suspekt. Die “drei Personen in einem silbernen Golf” wurden aufs genaueste beobachtet sofern auf der Straße sichtbar, und es kam zu einem mehr als obskuren Vorfall mit einem vergammelten Rumpsteak, welches von besagten Personen angeblich im Schnee “versteckt” wurde. Daraufhin hatte er “Angst” um seine Wohnung, da dies “gemeine Menschen” seien, vor denen man “sich in Acht nehmen” müsse. Gut, dass er so genau aufpasst, wer wann auf welche Weise sein Haus betritt und verlässt.

Weiterhin war die Art und Weise, wie wir unsere Ferien verbrachten, auch “ganz komisch”. “Man” hatte ja also gar keine Zeit, mal “ein bisserl zu reden”, zum Beispiel wo denn der Müll so hin muss (seine Rede). (Tut mir ja echt leid, aber wir waren lieber Skifahren …)

Fazit: Sehr geiler Urlaub mit witzigem Vermieter, den ich trotz genialer Wohnung wohl nie wieder beehren werde.