Wecker & Cremahöcker

Nov 5, 2007 07:50 · 251 words · 2 minute read ereignisse freunde leben lecker lesen menschen

Ich entwickle die eigenartige Angewohnheit, vor dem Klingeln meines Weckers freiwillig aufzustehen. Ein mir vollkommen unverständliches und für mich nicht nachvollziehbares Verhalten, aber dennoch … vorhanden.

Naja. Gestern jedenfalls war ich mit Patrick in Mannheim. Im Coffee Store, auf einem Espresso-Seminar. Einmal von 10h-13h, dann noch einmal von 17h-20h. Das Seminar war hervorragend, ich habe noch nie in meinem Leben einen so guten Cappucino getrunken. Sehr, sehr inspirierend. Wir testeten Espresso-Sorten, Espresso-Tassen, Mahlgrade, Über- und Unterextraktionen, Cappucino, Milchschaum, Latte-Art, und hatten alles in Allem eine Menge Spaß. Und den besten Cappucino bekommt man in einer Tasse mit “Crema-Höcker”. (Ein Crema-Höcker würde für Thomas wohl klar in den Bereich Esoterik fallen 🙂 ).

Leider hatten wir die Pause nicht wirklich gut geplant, weil wir nicht bedacht hatten, daß sich-ins-Kaffee-setzen keine gute Idee sein könnte - uns war beiden gut schwindlig nach hinreichend vielen Espressi im morgendlichen Seminarteil. Daher sind wir nach dem Mittagessen bei einem hervorragenden Türken tödlich gelangweilt durch Mannheim gelaufen, und waren zweimal im Erdbeermund Sex Shop (ausschließlich im Verkaufsbereich … 🙂 ). Außer Cafés hatte sonst irgendwie nichts offen. Dafür kenne ich jetzt die wohl “opulenteste Porno-Produktion aller Zeiten”. Hat sogar einen Artikel in Wikipedia.

Ansonsten habe ich gerade A long way down von Nick Hornby ausgelesen. War nicht gerade dazu angetan, mich aufzuheitern. Man sollte keine Bücher über Selbstmörder lesen, die aus dem Scherbenhaufen ihres Lebens versuchen, etwas zusammenzusetzen.

Und wo man in Mannheim zu einem Date hingeht (ausser in ein Café) weiß ich immer noch nicht …