Eragon

Dec 23, 2006 18:26 · 394 words · 2 minute read film

Fantasy im Kino ist für mich sowas wie … hm, Oktoberfest für Japaner in München. Es geht nicht, dort nicht hinzugehen.

Leider ist der Film Eragon einfach Mist. Und es ist auch ganz, ganz schnell erklärt, warum. Ich muss allerdings vorwegschicken, daß ich das Buch (noch) nicht gelesen habe, ich aber schon oft hörte, daß es wesentlich besser sein soll als seine Verfilmung.

Jedenfalls besteht der Film aus den Teilen Star Wars I & II (also, präzise Episode IV & V), gewürzt mit deutlichen Elementen vom Herrn der Ringe. Das geht soweit, daß man ganze Szenen aus den “Originalen” identifizieren kann.

Ein Beispiel: Der Abschnitt, in dem Luke (Eragon) in der Wolkenstadt (der Festung des Schattens) seinen Freund (die komische kleine Prinzessin) befreien muss, nachdem er (sie) ihm in seinen Träumen erschienen ist. Dort begegnet er dann der rechten Hand des Imperators (Königs), Darth Vader (dem Schatten), und versucht ihn durch Einsatz der Macht (Magie) zu schlagen. Dabei lässt Darth Vader (der Schatten) mit Hilfe der Macht (Magie) wahllos Maschinenteile der Wolkenstadt (herumhängende Waffen in dem Raum) auf Luke (Eragon) zufliegen, um so mit ihm zu spielen und ihm so seine Überlegenheit zu

Grob kann man sagen: Jeremy Irons = Obi Wan, John Malkovich = der Imperator, der Schatten = Darth Vader, die Warden = die Rebellen, die Drachenreiter = die Jedi. Eigene Ideen? Fast keine.

Das wäre an und für sich nicht so schlimm, wenn er denn wenigstens gut gemacht worden wäre, der Film. Denn Drachen, das Böse, Magier, Rebellen, etc. sind eigentlich immer gutes Material. Allerdings ist der Film so damit beschäftigt, seine Vorbilder nachzuahmen, daß leider die eigenen Charaktere überhaupt gar nicht zur Geltung kommen. Flach, flach, flach, oder flach. Ganz davon abgesehen sind die Dialoge eine einzige Katastrophe.

Daß der Saphira (der Drache) eine absolute Porno-Stimme hat, die bizarrerweise von der von mir nicht erkannten Nena synchronisiert wurde, und die Gespräche zwischen Saphira und ihrem “Reiter” (ein Schelm wer böses dabei denkt) manchmal … arg zweideutig sind, tut der Sache auch nicht gut. Ja, albern, ich gebs zu, aber diese Stimme … oh Mann.

Schade eigentlich, hätte ein super Film werden können. Aber man hat den Eindruck, daß er noch unbedingt vor Weihnachten rauskommen sollte, um den Hype mitzunehmen.

Fazit: Meiden. Lieber das Buch versuchen.

Filmstarts.de: 4 von 10 Punkten

Zitat: Ich bin Zafira - und Du. Bist. Mein. Reiter.