Kino: Adams Äpfel

Oct 7, 2006 11:37 · 198 words · 1 minute read film

Warum kommen solche Filme nicht aus Deutschland? Unglaublich.

Adam ist ein dänischer (schwedischer? norwegischer? naja, nordischer halt :-)) Neonazi, der zu Ivan, einem Pfarrer, geschickt wird, damit dieser ihn wieder auf die “Rechte Bahn” bringt. Ivan selbst ist ein recht gestörter Mensch, der die Welt nicht wirklich so sieht, wie alle anderen, aber unumstößlich an das Gute im Menschen glaubt. Daher fährt er auch dieses Rehab-Programm für gewalttätige Straftäter in seiner Kirche. Und er ist fest entschlossen, seine drei Schützlinge Khalid, Gunnar und Adam auf den Rechten Weg zurückzuführen.

Und er will dies bei Adam erreichen, indem er ihn einen Apfelkuchen backen lässt.

Anschließend folgen Schießereien, göttliche Interventionen, medizinische Notfälle, Fragen nach der Wahrheit, die Vernichtung von Apfelschädlingen, Drohungen, und neue Karrieren.

Der Film entwickelt sich zu einer der schwärzesten Komödien, die ich jemals gesehen habe, ohne jemals ins Lächerliche abzudriften. Ein echter Genuß! In der einen Szene gefriert einem das Grinsen auf dem Gesicht, um in der nächsten von einem Lachkrampf wieder aufgelockert zu werden. Und wirklich grandios ist die Fähigkeit von Ulrich Thomsen (Adam), der fast ohne Text auskommen muss, den gesamten Film fast nur über seine Mimik zu steuern.

Fazit: Reingehen.