Buchmesse II

Oct 6, 2006 23:26 · 1189 words · 6 minute read ereignisse lesen

Buchmesse war wie immer genial. Ich fand z.B. ein interessantes Buch über Spieltheorie, dafür kein neues von Gunther Dueck. Nicht, daß ich eines erwartet hätte, aber wenn ich bei Springer bin schaue ich irgendwie immer nach dem Autor.

Bei Heyne fand ich den dritten Band der Trilogie Nochnoj dozor mit dem Titel Wächter des Zwielichts. Ich freue mich schon auf das Erscheinen. Obwohl die Bücher doch stark anders sind als der Film - was nicht besser oder schlechter heißen soll, sondern einfach nur anders.

LaMama unterhielt sich kurz mit Dieter Hildebrandt am Stand seines neuen Buches, konnte aber mangels solchem kein Autogramm ergattern. Wobei der Mensch vor uns sich ein Buch hat geben lassen von einem Stand-Mitarbeiter, derjenige allerdings, den Mütterchen fragte, zeigte sich nicht ganz so freundlich-kooperativ.

Wir begegneten Guido Westerwelle, inklusive seiner mindestens acht Personenschützer. Und ich fand es lächerlich. Vor allem, weil er soweit ich weiß kein neues Buch geschrieben hat, sondern sich wohl nur mal unter’s Volk mischen wollte.

Weiter mit der Politik: Mein lieblings-polit-Visionär Paul Kirchhof hat ein neues Buch veröffentlicht. Leider ist dies so mieserabel geschrieben, daß wohl nur intime Kenner der Materie hier ihren Spaß haben werden. Unbrauchbar also, leider.

Aus Job-Frust-motiviertem Interesse fand ich den FAZ-Titel Mut zum Wechsel spontan ansprechend, allerdings war dies das einzige Buch, welches nur als Blindexemplar vorhanden war. Daher kann ich leider kein Urteil abgeben. Ähnlich interessante Karrieretitel wären noch Präsentieren Sie einfach, Argumentieren unter Streß und Zehn Fallstricke (die Sie aus dem Job katapultieren).

Auch interessant für Karriere oder persönliche Weiterentwicklung sind die 30 Minuten für […] Titel des Gabal Verlags, die (von wenigen Ausnahmen abgesehen) durchgehend erstaunlich hohe Bewertungen bei Amazon bekommen - was der Titel vielleicht nicht gleich vermuten lässt. Das Prinzip jedenfalls fasziniert mich: Meist via Hörbuch in einer sehr begrenzten Zeitspanne Schlüsselwissen zu einem bestimmten Thema vermitteln ist in meinen Augen ein gutes Konzept.

Überhaupt Hörbücher - diese sind von der Buchmesse nicht mehr wegzudenken. Diesmal schienen sie nochmals stärker vertreten als letztes Jahr. Verlage und Buchhändler scheinen allerdings etwas ratlos ob der Auswirkungen und Nutzbarkeit so neuer und seltsamer Dinge wie Podcasts, Audioblogs und Blogs im Allgemeinen zu sein. Diese entziehen sich durch ihr Wesen vollkommen einer kommerziellen Verwertbarkeit und jeglicher Kontrolle der Anbieter, und diese scheinen jetzt zu überlegen, wie man diese Techniken selbst sinnvoll nutzen könnte. Diesen Eindruck gewann ich, als ich 10 Minuten einer Diskussion im Hörbuchforum beiwohnte, in der eine Vertreterin der Verlage Podcasts z.B. als Mittel zum Erreichen potentieller Kunden bezeichnete. Hm. Nachvollziehbar ist das: Wenn der Kunde sich beraten lässt über Blogs etc. und die mit-Kunden bei Amazon, und die Ware anschließend von Logistikzentrum B4 aus ins Haus kommt - wozu noch ein Ladengeschäft oder ausgebildete Buchhändler?

Am Rande beobachte konnte ich noch, daß die Esoterik-Ecke kleiner geworden ist, und wesentlich frommer (lies: mit hauptsächlich kirchlichem Hintergrund). Deutliches Highlight hier war die Himmelsstürmerin. Das war die Aufschrift auf einem sehr eng anliegenden TShirt einer sehr jungen, sehr blonden, sehr gutaussehenden, sehr engagierten und sehr gut bestückten Standhostess eines kirchlichen Buchverlages. Die übrige Standbesatzung war selbstverständlich ausnahmslos männlich und krawattet, versteht sich. Sex Sells hat sich wohl auch in frommere Kreise durchgesprochen.

Apropos sex sells - Edition Reuss’ meist-beworbenes Werk dieses Jahr war Naked Gymnastics, gefolgt von Private Passion. Der [Buchmesse war wie immer genial. Ich fand z.B. ein interessantes Buch über Spieltheorie, dafür kein neues von Gunther Dueck. Nicht, daß ich eines erwartet hätte, aber wenn ich bei Springer bin schaue ich irgendwie immer nach dem Autor.

Bei Heyne fand ich den dritten Band der Trilogie Nochnoj dozor mit dem Titel Wächter des Zwielichts. Ich freue mich schon auf das Erscheinen. Obwohl die Bücher doch stark anders sind als der Film - was nicht besser oder schlechter heißen soll, sondern einfach nur anders.

LaMama unterhielt sich kurz mit Dieter Hildebrandt am Stand seines neuen Buches, konnte aber mangels solchem kein Autogramm ergattern. Wobei der Mensch vor uns sich ein Buch hat geben lassen von einem Stand-Mitarbeiter, derjenige allerdings, den Mütterchen fragte, zeigte sich nicht ganz so freundlich-kooperativ.

Wir begegneten Guido Westerwelle, inklusive seiner mindestens acht Personenschützer. Und ich fand es lächerlich. Vor allem, weil er soweit ich weiß kein neues Buch geschrieben hat, sondern sich wohl nur mal unter’s Volk mischen wollte.

Weiter mit der Politik: Mein lieblings-polit-Visionär Paul Kirchhof hat ein neues Buch veröffentlicht. Leider ist dies so mieserabel geschrieben, daß wohl nur intime Kenner der Materie hier ihren Spaß haben werden. Unbrauchbar also, leider.

Aus Job-Frust-motiviertem Interesse fand ich den FAZ-Titel Mut zum Wechsel spontan ansprechend, allerdings war dies das einzige Buch, welches nur als Blindexemplar vorhanden war. Daher kann ich leider kein Urteil abgeben. Ähnlich interessante Karrieretitel wären noch Präsentieren Sie einfach, Argumentieren unter Streß und Zehn Fallstricke (die Sie aus dem Job katapultieren).

Auch interessant für Karriere oder persönliche Weiterentwicklung sind die 30 Minuten für […] Titel des Gabal Verlags, die (von wenigen Ausnahmen abgesehen) durchgehend erstaunlich hohe Bewertungen bei Amazon bekommen - was der Titel vielleicht nicht gleich vermuten lässt. Das Prinzip jedenfalls fasziniert mich: Meist via Hörbuch in einer sehr begrenzten Zeitspanne Schlüsselwissen zu einem bestimmten Thema vermitteln ist in meinen Augen ein gutes Konzept.

Überhaupt Hörbücher - diese sind von der Buchmesse nicht mehr wegzudenken. Diesmal schienen sie nochmals stärker vertreten als letztes Jahr. Verlage und Buchhändler scheinen allerdings etwas ratlos ob der Auswirkungen und Nutzbarkeit so neuer und seltsamer Dinge wie Podcasts, Audioblogs und Blogs im Allgemeinen zu sein. Diese entziehen sich durch ihr Wesen vollkommen einer kommerziellen Verwertbarkeit und jeglicher Kontrolle der Anbieter, und diese scheinen jetzt zu überlegen, wie man diese Techniken selbst sinnvoll nutzen könnte. Diesen Eindruck gewann ich, als ich 10 Minuten einer Diskussion im Hörbuchforum beiwohnte, in der eine Vertreterin der Verlage Podcasts z.B. als Mittel zum Erreichen potentieller Kunden bezeichnete. Hm. Nachvollziehbar ist das: Wenn der Kunde sich beraten lässt über Blogs etc. und die mit-Kunden bei Amazon, und die Ware anschließend von Logistikzentrum B4 aus ins Haus kommt - wozu noch ein Ladengeschäft oder ausgebildete Buchhändler?

Am Rande beobachte konnte ich noch, daß die Esoterik-Ecke kleiner geworden ist, und wesentlich frommer (lies: mit hauptsächlich kirchlichem Hintergrund). Deutliches Highlight hier war die Himmelsstürmerin. Das war die Aufschrift auf einem sehr eng anliegenden TShirt einer sehr jungen, sehr blonden, sehr gutaussehenden, sehr engagierten und sehr gut bestückten Standhostess eines kirchlichen Buchverlages. Die übrige Standbesatzung war selbstverständlich ausnahmslos männlich und krawattet, versteht sich. Sex Sells hat sich wohl auch in frommere Kreise durchgesprochen.

Apropos sex sells - Edition Reuss’ meist-beworbenes Werk dieses Jahr war Naked Gymnastics, gefolgt von Private Passion. Der]23 dagegen hatte keine besonderen Aufhänger.

Fotografie - der Schirmer/Mosel-Verlag bringt einen neuen Bildband von Peter Lindbergh heraus, mit teils grandiosen Portraits aller möglichen Stars und Sternchen. Wirklich sehr sehenswert, bisweilen - Christina Applegate sieht auf ihrem Bild wirklich alt aus, was irgendwie hauptsächlich an ihren Händen liegt … seltsames Foto … aber irgendwie gut.

Comics waren diesmal leider auch weniger, Indien habe ich nicht besichtigt, das Mövenpick-Eis so wie jedes Jahr (also sehr gut), und Mittagessen waren wir diesmal nicht stilecht im Ausstellerrestaurant (da zu spät, das Buffet war schon geschlossen), sondern à la carte im Restaurant Trilogie hinter Halle 3.1.