Buchhandlung

Aug 1, 2006 16:46 · 324 words · 2 minute read bizarr lesen lustig menschen

War ich heute einkaufen im Familia Center in Rohrbach, weil ich dem Stau entgehen wollte, der sich in der einzigen Straße aus diesem Viertel heraus immer bildet (ich musste dort mein Auto abholen). Und so kam es, daß ich in die Buchhandlung in diesem Center hineinging.

In der ich eine wirklich äußerst goldige Buchhändlerin traf. (Nicht im Sinne von attraktiv, da ein gutes Stück älter als ich, wohl bemerkt).

Jedenfalls wollte ich Kafka am Strand von Haruki Murakami käuflich erwerben. Die Buchhändlerin war auch der Meinung, sie hätte es - hatte es aber dann doch nicht. Vorher allerdings sah sie in allen Regalen nach, auf dem Tisch mit den Sonderangeboten und im Lager.

Und jetzt ging es los. Zuerst bot sie mir an, es bis morgen kostenfrei zu bestellen. Da ich wirklich nie in Rohrbach bin lohnte sich das ja nicht, was ich ihr auch mitteilte. Daraufhin bot sie mir an, es mir kostenfrei nach Hause zu schicken, wenn ich es gleich bezahlen würde. Das mag ich erstens nicht so gerne (das mit dem schicken), und zweitens muss ich das Buch dann vermutlich von der Post holen, weil mein Briefkasen zu klein ist.

Als sie das hörte fragte sie mich, wo ich denn wohnen würde. Daraufhin überlegte sie laut, daß sie ja morgens mit dem Hund meistens … und ja, das könnte gehen, mir also in zwei Tagen, weil morgen ginge es ja nicht, mir das Buch morgens vorbeibringen könnte.

Es wurde mir fast peinlich in der Zwischenzeit, da es ihr anscheinend körperliche Schmerzen verursachte, daß dieses Buch nicht verfügbar war. Ich lehnte aber dennoch höflich ab, und ging meiner Wege, von ihren Entschuldigungen verfolgt. Total süß, wirklich.

Als ich später noch einmal hineinging (es regnete, und ich parkte einige Meter weiter weg), fand sie mich wieder und teilte mir mit, sie hätte den Murakami jetzt doch gefunden - auf Englisch.

Es wurde schließlich Der Schatten des Windes von Carlos Ruiz Zafon.

Wahnsinn, oder?