Haruki Murakami - Tanz mit dem Schafsmann

Jul 21, 2006 16:41 · 267 words · 2 minute read lesen

Ein weiterer Murakami in meiner Sammlung. Nach Gefährliche Geliebte und Sputnik Sweetheart ein dickes Buch, dicker als die beiden ersten zusammen.

Murakami scheint ja in seinen Büchern immer in etwa von dem gleichen zu erzählen - der Liebe, dem Altern, der Gesellschaft, und einem mehr oder weniger einsamen Protagonisten, der mehr dem Altern als der Liebe ausgesetzt ist.

Dennoch werden die Bücher nicht langweilig. Ein flüssiger Schreibstil mit dichter Athmosphäre und einer Sprache, die einfach Spaß macht zu lesen. Und viel Musik. Bisher in allen seinen Büchern kam viel Musik vor, und auch die Einstellung der jeweiligen “Helden” zu den einfachen Dingen des Lebens gleicht sich meist.

In diesem Fall geht es um einen freien Journalisten für Zeitschriftenartikel, der mit seinem Leben an einem Punkt angekommen ist, an dem er kaum noch zu leben glaubt vor lauter trister Lebens-Müdigkeit, verursacht durch Langeweile. Bis schließlich er anfängt von seiner Verflossenen zu träumen, die um ihn weint, in einem sehr seltsamen Hotel, in dem beide vor Jahren einmal abgestiegen sind. Verunsichert macht er sich auf den Weg, sich selbst zu finden, und seinem Leben auf die Spur zu kommen.

Auf dem Weg zu diesem Ziel helfen ihm ein Wesen aus einer irgendwie parallel gelagerten Welt, zu der nur er Zutritt hat. Dieser “Schafsmann” rät ihm, zu “tanzen”. Und während er mit den ersten Schritten anfängt begegnen ihm die absonderlichsten und interessantesten Gestalten, die ihn auf seiner Reise begleiten und ihn immer näher an sich selbst heranführen.

Es ist ein Buch über das Leben, den Stillstand, und den Sinn dahinter. Und auch hier macht es einfach Spaß, es zu lesen.