Ms Bizarro

May 2, 2006 18:34 · 335 words · 2 minute read bizarr menschen

Hm. Sitzen wir also in HD in einem Café, und möchten was trinken. Beim Hinsetzen jedoch wackelt Melanie zu stark mit dem Stuhl, und stößt dabei einen sehr, sehr, sehr wackligen Blumenkübel um - ca. 1m hoch, 20cm breit, 1m lang. 95% des Gewichts sind oben im Topf, der Rest ist Blechbeinchen.

Wir stehen also schon auf, um die Sauerei zu beseitigen, da schießt aus dem Laden eine Frau heraus und befiehlt uns in herrischstem Ton, sofort den Dreck wegzumachen. “Machen ‘se mal, jetzt!”.

Wie bitte? - Ja, das sei schon das dritte mal, und jetzt reichts ihr, und wir sollen mal bitte sofort … . Ich stand ja schon über dem Dreck auf der Erde, und war bereit, ihn wegzumachen, allerdings wurde ich doch stark von dem Tonfall aufgehalten. Und er wurde nicht besser. Eher unverschämter.

Auf meine Frage hin, ob man sich nicht mal über das Arrangement Gedanken machen könne, wenn es denn schon das dritte mal heute gewesen sei, bekam ich nur mehr Gemotze - “Sofort bitte ja!”.

Ich drehte also um und überließ die gute Frau ihrem Dreck.

Diese wiederum schoss kurz darauf in das Café hinein, mit den Worten “Hartmut, drück’ deinen Gästen doch bitte mal einen Handfeger in die Hand, und sag ihnen, sie sollen den Dreck vor meinem Laden aufräumen”.

Aha.

Hartmut tat dies dann auch - er kam zumindest an mit einem Schäufelchen und hielt ihn in unsere generelle Richtung. Ich war - gelinde gesagt - perplex. Aber ich schweife ab.

Ich machte ihn also darauf aufmerksam, daß wir durchaus bereit waren, das Kübelchen wieder einzuschaufeln, hätte uns die gute Frau einfach in Ruhe gelassen. Und nicht auf unverschämteste Art beschimpft.

Hartmut also sah Richtung Furie und sagte: “Sie wollen nicht”.

Aha. Auch so ein bisserl ohne Worte.

Furie fluchte, und murmelte etwas von “Dreck auf Kaffeetische streuen”. Wir … warteten. Schließlich kam sie, stellte das Gestell wieder auf, und warf beim Einschaufeln der lieben Melanie eine ganze Schippe Erde von hinten auf den Mantel.

Ohne Worte.