Ladde Maggjaddo

Apr 4, 2006 14:59 · 503 words · 3 minute read leben

COM-Schulung diese Woche. Und es fing schon gut an: Die Wegbeschreibung sagte, ich solle mich am Musikhaus Lerch orientieren - das ist seit einem Jahr geschlossen. Die Hausnummer des Schulungsinstituts stimmte nicht (oh Mann!!! Wie geht denn SOWAS??), und der “Stadtplan” darauf war … suboptimal.

Aber ich kam trotzdem an.

Schulung hatten wir bei Herrn Grünert, der einen metallichellblauen Anzug trug und offenbar der Meinung war, laut rufen müssen, damit man ihn versteht - bei 1,5 m Distanz. Außerdem zitterte er, war offenbar Koffeinabhängig, und seltsam. Er stellte sich vor, erzählte von seinen Schulungen, die er im Bereich .NET, Java und ASP gibt, bei welchen Firmen er war, und daß er bei einer Eisenbahnlinie “federführend” irgendwas programmiert hätte.

Dazwischen kam noch die Deutsche Bahn, die zwar in der Lage ist, ein über das Telefon gebuchtes Ticket im Zug mittels Kreditkarte zu identifizieren (ohne papierne Vorlage, laut Auskunft der Online-Buchungsstelle), sich das allerdings nicht auf das Online-Ticket des Web bezieht. (Ich buchte gestern Abend online, vergaß allerdings, daß ich keinen Drucker hier habe). Also hatte ich ein Ticket, welches ich nicht verwenden konnte, der “Rückerstattungslink” auf der Homepage existierte nicht mehr, ich musste Nachbuchen, und habe jetzt die Scheißrennerei mit der Scheißbahn.

Mein Kollege (der andere Teilnehmer) arbeitet bei … weißnichmehr, ist aber eingesetzt als Externer bei HP und tätig auf dem Phillips-Gelände. Kommt aus dem Support von OpenView, schielt wie ein Weltmeister, und war ein eigentlich ganz netter Kerl - aber kein Programmierer, glaube ich.

Wie sich sehr, sehr schnell herausstellte hatte unser guter Herr Grünert (der Trainer) allerdings in seinem Leben offenbar noch nie ein C++ oder COM-Projekt selbständig erstellt.

Also brach ich die Schulung nach einem Tag und zwei Stunden ab. Reine Zeitverschwendung.

Danach kaufte ich erst mal ein C++-Buch, ging ins Museum in Stuttgart (wenn ich schon mal da bin), und schaute einer Grundschulklasse zu, wie sie ganz fasziniert in einer Reihe aufgestellt einen Riesenflokati an einer Wand kuschelte.

Dann musste ich noch eine Stunde auf den Scheißzug warten.

In der Cigar-Lounge im Steigenberger am Bahnhof wollte man mich aber nicht sitzen lassen - nur in der Ecke am Tresen, der Rest sei für essende Kundschaft reserviert. “Anordnung vom Chef”. Ich schaute mich um und sah … niemanden. In Zahlen: Null.

Oder … Niemanden? Nein! Denn “Chef” saß in der Ecke und aß zu mittag. Ich wollte ihn fragen, ob dieses elfte Gebot auch bei NULL Gästen gilt, sogar mit freiwilliger Option auf an-die-Bar-gehen wenns voll wird, aber ich durfte nicht - das sei doch “sehr unhöflich”, wurde mir beschieden von der Bedienung.

Ich ging auch hier direkt wieder raus.

Am Bahnhof gabs glücklicherweise noch ein kleines Kaffee, also dort einen Latte gezogen, und ab nach Hause.

Und wo kommt jetzt der Titel des Posts her? Einfach. In HD angekommen ging ich zu Burger King auf einen Angus. Nach mir kam eine Blondine mit zwei kleinen Kindern, die aussah, als hätte sie seit einiger Zeit unfreiwillig auf Ihre Drogen verzichtet, und bestellte in bestem Heidelbergerisch …. einen “ladde maggjaddo”. 🙂