Bücher im Zug

Feb 6, 2006 19:54 · 201 words · 1 minute read menschen

Witzig welche Menschen was morgens im Zug lesen.

Mir gegenüber: Rosa Strickjacke, große eiförmige Brillengläser, Lederjacke Marke “Indianer” (mit Riemen und Fellkapuze), schwarzer Hippieschal, leicht abwesender Blick.

Buch: Auf den Schultern des Windes schaukeln.

Links von mir - relativ kleine Frau, asiatischer Einschlag, vermutlich jünger als ich, etwas abweisender Blick. Dunkel und unauffällig angezogen, eher unscheinbare Erscheinung. Schaut erst mal etwas … böse, als ich sie beim Hinsetzen streife (hat aber auch keinen Platz gemacht). Als ich vorsichtig auf der Buchrückseite lesen wollte, um was es so geht, bemerkt sie das, schaut nochmal böse, kneift die Lippen zusammen und hält das Buch anders, mit der Hand flach auf der Buchrückseite.

Titel: Vier Morde und ein Hochzeitsfest. Es geht übrigens um Kopfgeldjagende Anwältinnen … .

Schräg links gegenüber: Mann, Typ “jungseriös”, dunkles Hemd mit Karo-Linien in großem Abstand, Stoffmantel, Gel in der modisch-verwuschelten Frisur, kantiges Kinn, aufrechte Haltung.

Buch: Unbekannt, aber das Kapitel hieß Die Anatomie einer Inflation.

Rechts über den Gang, mir gegenüber das Gotik-Mädel: Piercing durch Nase, durch Oberlippe (zwischen Nase und Lippe ein kleiner Knopf), viele Ringe mit Schädeln u.ä., schwarze Stiefel, weißblond gefäbte Haare mit schwarzer Schleife und schwarzem, langem Mantel.

Buch: Irgendein Riesenschinken von Anne Rice …