Pingback - Der Revolution fehlen die Kinder

Feb 2, 2006 18:13 · 270 words · 2 minute read nachgedacht

Während mein Chili warm wird fühle ich mich doch tatsächlich bemüßigt, der “Blogszene” eine eigene Meinung zu schenken (Premiere!). Und es ist ebenfalls ein Trackback (wenns funktioniert, zweite Premiere hier ;)).

Es gibt so viele Dinge, die einfach in Ignoranz der Fakten gesagt wurden, auf dem … naja, “Gegenaufsatz” (Der Revolution fehlen die Kinder) zu Stefan Niggemeiers FAS-Artikel ““Digitale Revolution””:http://www.stefan-niggemeier.de/index.php?id=22.

Denn es ist eine. Bei Gutenberg kamen erste industrielle Ansätze ins Spiel: Buchstaben wurden von Metallplatten erzeugt, nicht mehr von Händen. Geht schneller.

Was braucht man hier? (Fein)Mechanik, Handwerkskunst, Ideen.

Heute ist es anders. Das Zusammenspiel von Breitbandtechnologie, billigem Internet-Speicherplatz, Medienhype (ja, wirklich - das Internet wird doch tatsächlich durch die Medien gepusht!), und Mitteilungsbedürfnis erzeugt eine Situation, wie sie noch nie dagewesen ist: Jeder Depp (so auch dieser hier :)) kann immer und überall seine Meinung international kundtun, und diejenige anderer kommentieren.

Der Idealist würde jetzt sagen: Dadurch, dass “die Masse” anfängt, sich in einzeln wahrnehmbare Individuen zu verwandeln, könnte auch ein Denkprozess angeregt werden, nach dem der Intellekt der bekanntlich recht dämlichen Masse ein wenig höher liegt.

Aber ich bin nur Ingenieur.

(Nebenbei: Früher hätte Sebas diesen Artikel zwar auch schreiben können, allerdings höchstens als Leserbrief. Dieser wäre gekürzt worden, und hätte lange, lange nicht so viele Trackbacks - sprich: Reaktionen - bekommen :)). Das ist wahrlich neu.

QED.

(Und Herr Niggemeier hat doch recht - klar, ist ja auch FAS Autor 😉 - die “Medien” machen es möglichst schwer, Zugang zu den neuen Errungenschaften zu finden. Zu Blogger.de muss man sich erst anmelden, damit man Kommentieren kann. Free Information for all - unter Angabe der Nutzerdaten. Penner.)