Leserbrief, die 3te

Nov 8, 2005 17:13 · 383 words · 2 minute read leben

Leider druckt das Darmstädter Echo meinen Leserbrief nicht ab. Hätte mich ehrlich gesagt auch ein wenig gewundert … . Weil ich aber so mitteilungsbedürftig bin setze ich ihn einfach in mein kleines Blog, dann lesen ihn wenigstens drei Leute oder so … . Also, viel Spaß damit!

Ich muss gestehen, ich las den Bericht über die neuen Schwierigkeiten auf dem Wilhelminenbuckel unter herzhaftem Gelächter.

Warum?

Einfach. Ich saß nämlich so still und leise im Salve und sah beim Anbringen dieser “Sicherheitsmaßnahme” zu. So lange jedenfalls, bis mich der Gestank des Klebers auf die andere Seite des Salve vertrieb. Danach sinnierte ich so vor mich hin, und freute mich schon auf die ersten rechtschaffen erbosten Menschen, die mich vehement darauf verweisen, doch bitte über die Schwellen zu fahren und nicht darum herum.

Dabei fiel es mir erst auf: Da kann man ja außenrum fahren …..

Und dann kam heute der Artikel im Echo. Herrlich. Mal ernsthaft: Diese Schwellen sollten also die “bösen” Radfahrer magisch anziehen, weil “das Gute” an den Außenseiten nur Kinderwagen und Kriegsveteranen durchlässt? Haha! Saukomisch! Daß Menschen gerne den bequemsten Weg wählen ist ja kein soo neues Konzept. Oder Physikalisch: Wenn bei gleichem Durchsatz ein Strömungskanal enger wird, dann wird die Strömung halt schneller. Das lässt doch hoffen, zumindest auf neue Unfälle.

Jedenfalls spricht es nicht gerade für die aufgewandte (oder verfügbare, je nach Sichtweise) Denk-Kapazität der zuständigen Personen, wenn das wirklich nicht vorhersehbar war. Ich brauchte dazu die Dauer eines Kaffees. Ohne mich bewusst damit zu beschäftigen. Hm.

Zum Schluss also ein kleiner Aufruf an die Radfahrer: Lasst uns an den Schwellen vorbeifahren! Ja! Slalom! Rechts-links-Kombination! Das ist nämlich LEGAL! Jawoll! Außerdem halten wir uns eh an “nix”! Vielleicht reißt dann die Stadt diesen in Schwellen gegossenen Unsinn wieder ab (bezeichnend: die haben tatsächlich eine Prägung “Stadt Darmstadt” oben drauf), und macht diese süßen kleinen “Radfahrer verboten” Schilder wieder hin, die man so viel besser ignorieren kann. Wenn hier schon nichts Vernünftiges passiert, dann wenigstens etwas, was nicht so widerlich hinderlich (und nebenbei tatsächlich gefährlich) ist. Der Rest regelt sich (Stichwort “Miteinander”, Freunde!) dann von selbst.

Und, ich weiß, ich sollte nicht, aber ich kann nicht anders: Ich freue mich schon auf den ersten Unfall, bei dem jemand über eine “Stadt Darmstadt”-Schwelle stolpert. Ich wünsche schon mal vorsorglich gute Besserung.